Schriftenreihe des FHR
Die Publikation der Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungsprojekte gehört zu den normativen Vorgaben wissenschaftlicher Arbeitsweise. Der FHR ist zur Förderung der Qualität der Lehre und des Lernens sowie von Innovationen in FH-Studiengängen durch Forschung, Weiterbildung und sonstige Maßnahmen verpflichtet (vgl. § 6 Abs 2 Z 4 FHStG idgF).
In der mit der Facultas Verlags- und Buchhandels AG vereinbarten Schriftenreihe des Fachhochschulrates werden sowohl Ergebnisse der vom FHR beauftragten Forschungsprojekte, als auch sonstige umfassende Beiträge, die zum Verständnis und zur Verfolgung der Entwicklung des FH-Sektors in Österreich dienen können, der fachlich interessierten nationalen und internationalen Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Alle Bände können bei der Facultas Verlags- und Buchhandels AG bestellt werden.

Bereits erschienen:
Band 1 Praxisbezogene Ausbildung auf Hochschulniveau - Eine pädagogisch-didaktische Herausforderung. Jänner 1999 (Kurt Sohm) Mit diesem Band soll insbesondere die Bewusstseinsbildung über die Notwendigkeit didaktischer Aus- und Weiterbildung bei den Erhaltern der FH-Studiengänge einerseits, bei potentiellen Anbietern von qualifizierenden Maßnahmen andererseits vorangetrieben bzw. das Nachdenken über die "gute" fachhochschulische Lehre angeregt werden. Durch empirische Erhebungen wurde mit Leiter/innen von FH-Studiengängen der Bedarf an solchen Maßnahmen erhoben. Die Ergebnisse dieser Bedarfserhebung stellten die Grundlage für die Erhebung des in Österreich bereits vorhandenen bzw. adaptierbaren Angebotes zur didaktischen Weiterbildung von FH-Lehrenden dar.

Band 2 Pädagogische Grundlagen virtueller Ausbildung - Telelernen im Fachhochschulbereich. Juni 1999 (Hermann Astleitner, Alexandra Sindler) Der Band diskutiert Grundbegriffe des Telelernens und seine Anwendungen im Bereich der Fachhochschulen. Technologie, pädagogische Konzepte und deren Rahmenbedingungen und konkrete Empfehlungen für Fachhochschulen stehen dabei im Zentrum. Der Anhang enthält Evaluationsinstrumente, Webadressen von Telelern-Umgebungen, Listen über Software sowie Beispiellektionen und ein Glossar.

Band 3 Hochschul-Evaluierung - Aspekte der Qualitätssicherung im tertiären Bildungsbereich. November 1999 (Gerhard Kozar) Der vorliegende dritte Band der "Schriftenreihe des Fachhochschulrates" beinhaltet die Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Fachhochschulrates, das auf die wissenschaftliche Begleitung und Beobachtung der Implementierung des Qualitätssystems des österreichischen FH-Sektors fokussiert war. Der Titel "Hochschul-Evaluierung - Aspekte der Qualitätssicherung im tertiären Bildungsbereich" indiziert, daß mit dieser Implementierung zugleich auch die ersten systematischen Evaluierungen von Hochschuleinrichtungen in Österreich verbunden sind. Das Hauptaugenmerk des Forschungsprojekts galt der im Zentrum der Evaluierung der österreichischen FH-Studiengänge stehenden Methode des Peer-Review. Ein historischer Exkurs beschäftigt sich zudem mit der Herkunft dieses Verfahrens, ein methodologisches Kapitel verortet den Review als qualitative Erhebung und Bewertung innerhalb eines im 20. Jahrhundert sehr vielfältig gewordenen Methodenrepertoires. Vor dem geschichtlichen, dem methodologischen und dem empirischen Hintergrund werden abschließend zentrale Problembereiche einer Hochschulevaluierung und insbesondere des dabei meist zum Einsatz gelangenden Peer-Review diskutiert.

Band 4 Praktisches akademisches Wissen - Werte und Bedingungen praxisbezogener Hochschulbildung. Mai 2001 (Jörg Markowitsch) Im Zentrum der Studie steht der Versuch, das Verhältnis von Hochschulbildung und Berufspraxis erkenntnis- und bildungstheoretisch zu beschreiben. Ausgehend von Wittgensteins Hinweis, Wissen und Sprache in ihrem Gebrauch zu betrachten, werden herkömmliche Vorstellungen von Wissen einer kritischen Revision unterzogen. Auf der Basis eines neuen Bildungskonzepts können somit auch die von der Wirtschaft lautstark geforderten persönlichen Qualifikationen, wie Flexibilität, Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Abstraktionsfähigkeit und Argumentationsstärke in die Hochschulbildung integriert und nicht als Überforderung der Hochschulbildung gesehen werden.

Band 5 Telelernen an österreichischen Fachhochschulen - Praxisbeispiele und Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Mai 2001 (Jutta Pauschenwein, Maria Jandl, Anni Koubek (Hg.) Was wird mit Telelernen an österreichischen Fachhochschulen gelehrt und wie erfolgreich ist dieser Einsatz neuer Medien? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Studie, die in Zusammenarbeit von sieben österreichischen Fachhochschulen entstanden ist. Sie richtet sich an Lehrende an Universitäten und Fachhochschulen und alle am Thema Telelernen Interessierten. Anhand von konkreten Beispielen aus der Praxis werden Vor- aber auch Nachteile verschiedener Konzepte vorgestellt und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt. Das Buch liefert viele nützliche Tipps für Einsteiger, erläutert didaktische Modelle und skizziert Einsatzszenarien. Darüber hinaus hilft es bei der Auswahl der geeigneten Software und informiert über Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrende.

Band 6 Das Fachhochschul-Studium aus der Sicht der AbsolventInnen. Eine österreichweite Studie zur beruflichen Situation und Bewertung des Fachhochschul-Studiums. Oktober 2002 (Andrea Hoyer, Judith Ziegler) Die Ergebnisse zur beruflichen Situation und zur Bewertung des Fachhochschul-Studiums aus der Sicht der Absolvent/innen stehen im Mittelpunkt der vorliegenden Studie. Die im Auftrag des Fachhochschulrates durchgeführte Untersuchung stellt die erste österreichweit durchgeführte Vollerhebung dar. Neben der Darstellung der Ergebnisse in Bezug auf klassische Merkmale von Erwerbsverläufen zeichnet sich diese Studie durch eine bemerkenswerte Besonderheit aus: Die Bewertung des absolvierten Fachhochschul-Studiums erfolgt vor dem Hintergrund der beruflichen Erfahrungen der Absolvent/innen. Der Band liefert Denkanstöße zur Optimierung der Ausbildung und soll interessierten Studierenden und Absolvent/innen vertiefende Einblicke in das Fachhochschul-Studium gewähren. Auf Anfrage sind bei den Autorinnen der Fragebogen und der Tabellenband, der eine detaillierte Aufschlüsselung der Fachbereiche enthält, erhältlich. Bitte wenden Sie sich an: ZSW - Zentrum für Sozialforschung und Wissenschaftsdidaktik, 1070 Wien, Seidengasse 13/19, Tel: +43/+1/523 61 05 - 48 oder E-Mail: office@zsw.at oder: www.zsw.at

Band 7 Bewerbung - Auswahl - Aufnahme. Das Aufnahmeverfahren an österreichischen Fachhochschul-Studiengängen. Juli 2003 (Karin Messerer, Stefan Humpl (Hg.) FH-Studiengänge erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei potenziellen Studierenden: Das Verhältnis zwischen Aufgenommenen und BewerberInnen beträgt derzeit im österreichischen Durchschnitt etwa 1 : 2,6. Den Aufnahmeverfahren kommt daher immer stärkere Bedeutung zu. "Bewerbung - Auswahl - Aufnahme" liefert eine Übersicht über die an österreichischen FH-Studiengängen angewendeten Aufnahmeverfahren. Die Rahmenbedingungen, Ziele und Funktionen sowie der Bewerbungsprozess werden beschrieben, die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden und Instrumente werden diskutiert. Ausgehend von diesen Analysen werden "Kriterien der Brauchbarkeit" formuliert, Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Aufnahmeverfahren abgegeben sowie weiterführende Forschungsfragen skizziert. In Auswahl- und Aufnahmeverfahren kommen Werthaltungen einer Bildungsinstitution zum Ausdruck. Ein Schwerpunkt der vorliegenden Studie von 3s besteht daher in der Reflexion der zum Tragen kommenden Werthaltungen bzw. der Problembereiche des Bewertens.

Band 8 Internationalisierung im österreichischen Fachhochschul-Sektor. Im Spannungsfeld zwischen regionaler Verankerung und globalem Wettbewerb. November 2003 (Karin Messerer, Hans Pechar, Thomas Pfeffer (Hg.) Die Schaffung eines europäischen Hochschulraumes, zu der sich die Bildungsminister von 29 europäischen Staaten mit der Unterzeichnung der "Bologna-Erklärung" 1999 verpflichtet haben, stellt auch den österreichischen Fachhochschulbereich vor neue Herausforderungen. In dieser vom Österreichischen FHR in Auftrag gegebenen Studie wird untersucht, inwiefern die FH-Studiengänge auf diese Zielsetzung vorbereitet sind, wie weit der Prozess der Internationalisierung bereits fortgeschritten ist und welche Maßnahmen zur weiteren Realisierung nötig sind. Die spezifischen Charakteristika der FH-Studiengänge und ihre Auswirkungen auf den Prozess der Internationalisierung stehen im Vordergrund, es wird aber auch auf die Globalisierung des Hochschulbereiches und die Internationalisierung im österreichischen Hochschulsystem Bezug genommen.

Band 9 Institutionelle Evaluierung an Fachhochschulen – Ergebnisse einer Begleitstudie. Mai 2004 (Heidi Clementi, Andrea Hoyer, Judith Ziegler) Die Studie untersucht die Umsetzung des neu entwickelten Verfahrens der institutionellen Evaluierung in Bezug auf organisatorische und inhaltlich-methodische Fragen. Erfahrungen und Einschätzungen der Review-Teams und Vertreter/innen der evaluierten Einheit werden einander gegenübergestellt und analysiert. Die Ergebnisse der Studie bieten für die beteiligten Personengruppen (Review-Teams, Hochschulen und Einrichtungen der externen Qualitätssicherung) wichtige Anregungen für die Optimierung der Evaluierungsverfahren.

Band 10 Handbuch praxisorientierter Hochschulbildung. September 2004 (Jörg Markowitsch, Karin Messerer, Monika Prokopp) In den vergangenen Jahren hat die Berufs- und Praxisorientierung an den Hochschulen enorm an Bedeutung gewonnen. Der didaktischen Gestaltung entsprechender Lehr- und Lernformen kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Das Handbuch praxisorientierter Hochschulbildung bietet erstmals einen Überblick über didaktische Ansätze, Theorien und Methoden praxisbezogener Hochschulbildung. Die Beschreibung der einzelnen Konzepte enthält sowohl einen Bezug zu den theoretischen Grundlagen als auch konkrete Beispiele ihrer Umsetzung. Das Handbuch richtet sich an GestalterInnen der Hochschullehre und an Lehrende im Hochschulbereich, die damit Anreize und Ideen zur Umsetzung praxisorientierter Methoden erhalten sollen.

Band 11 Gesundheit und Pflege an die Fachhochschule. Mai 2005 (Elke Gruber/Monika Kastner) Der Gesundheits- und Pflegebereich ist ein wichtiges Berufsfeld, mehrere Faktoren sprechen dafür, dass die Bedeutung in den nächsten Jahren noch steigen wird. Die Bedeutungszunahme schlägt sich auch in der Notwendigkeit und in dem Wunsch nach adäquaten Qualifizierungen in diesem Bereich nieder. Im Unterschied zu den meisten EU-Ländern sind die Abschlüsse in Österreich traditionell nicht im akademischen Bereich angesiedelt. Allerdings gibt es auch hierzulande sowohl an Universitäten und Privatuniversitäten als auch an Fachhochschulen in den letzten Jahren vermehrt Studiengänge, die Themen des Gesundheits- und Pflegebereiches anbieten. Die vorliegenden Studie fokussiert die Situation in Österreich, bezieht aber auch die an Österreich angrenzenden Länder Deutschland, Schweiz, Italien/Autonome Provinz Südtirol mit ein. Die Studie soll als Entscheidungshilfe für die Akkreditierung von künftigen Studienangeboten im Gesundheits- und Pflegebereich des Österreichischen Fachhochschulrates dienen.
Buchbesprechung: Gesundheit und Pflege an die Fachhochschule? Dr. Hauser (ÖHZ 2005/06)
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